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Hans-Georg Schmitz hat auf Einladung von B\u00fcrgermeister Klaus-Detlev Huge die Initiative „Stolpersteine Bad Sch\u00f6nborn“ vor Gemeinder\u00e4ten in Bad Sch\u00f6nborn vorgestellt.<\/em><\/p>\n Ich danke Ihnen f\u00fcr die Einladung! Ich bin Hans-Georg Schmitz und Pfarrer im Ruhestand. Wie kommt ein Neub\u00fcrger \u2013 seit 4 Jahren jetzt in Bad Sch\u00f6nborn \u2013 dazu sich mit der hiesigen Ortsgeschichte zu befassen? Seit 30 Jahren staune ich \u00fcber ein historisches Kleinod in Mingolsheim, dem ich bisher nie weiter nachgegangen war: den j\u00fcdischen Friedhof. Als ich auf die Aktion \u201eZeichen setzen\u201c angesprochen wurde, war ich beeindruckt, wie Schulen, Gemeinde und B\u00fcrger hier schon lange den Holocaust-Gedenktag gestalten<\/strong>. So beteiligte ich mich 2012 zur Vorbereitung der Ausstellung \u201eJ\u00fcdisches Leben im Kraichgau\u201c bei der Erstellung einer Tafel \u00fcber den Friedhof.<\/p>\n Quelle war f\u00fcr mich und alle Beteiligten das Buch von Willy Messmer, ein gro\u00dfer Schatz und unersetzliche Quelle. Kurz: Friedhof, dies Buch und das Engagement der letzten Jahre haben mich gepackt, und seither h\u00e4nge ich am Thema fest. Dass ich eine Verantwortung und Verpflichtung dazu f\u00fchle, hat zwei Seiten: Durch die Begegnung mit Nachfahren der Malscher j\u00fcdischen Gemeinde wurde mir deutlich, wie begeistert sie sind, dass wir Ihnen jetzt einiges \u00fcber ihre Ahnen erz\u00e4hlen und deren H\u00e4user, Synagogen und Gr\u00e4ber zeigen k\u00f6nnen. Es ist f\u00fcr sie ein Zeichen, dass sie bei uns nicht v\u00f6llig vergessen sind. Viele Alte erinnern sich noch an sie und haben sie oft auch vermisst. So bekamen die Besucher ein ganz anderes, positives Bild von Deutschland und ihrem Herkunftsort<\/strong>.<\/p>\n Fast noch st\u00e4rker als den Nachkommen bin ich es aber mir selbst und unserm Land schuldig: Hier ist ein Teil unserer Geschichte, der sich \u00fcber 700 Jahre zur\u00fcckverfolgen l\u00e4sst und fast vergessen ist. Das Motto lautet f\u00fcr mich also: \u201eSie waren ein Teil von uns<\/strong>\u201c. Und sie bleiben es. Das m\u00f6chte ich gemeinsam mit den Unterst\u00fctzern der Initiative \u201eStolpersteine Bad Sch\u00f6nborn\u201c dokumentieren und mithelfen, dass auch k\u00fcnftig Sch\u00fcler und Erwachsene sich ihrer Herkunft stellen k\u00f6nnen.<\/p>\n Einer von uns war etwa Herbert Falk<\/strong>, 1931 hier geboren. Seine Mutter Karoline und deren Vater Moritz Oestreicher starben schon 1936; es sind die letzten Gr\u00e4ber hier.\tDer Opa war ein kleiner Viehh\u00e4ndler. 1933 entzogen die Nazis ihm den Gewerbeschein, so dass er von ein wenig Handel, einem Ackerst\u00fcck und Hypotheken auf sein geringes Verm\u00f6gen leben musste. Noch kurz vor seinem Tod sollte sein Inventar zwangs\u00adversteigert werden, angesichts der Krankheit sah man davon ab. Als 1937 Herberts Tante Bertha nach USA emigrierte, wollte auch Oma Betty ihr folgen und besorgte bald die n\u00f6tigen Papiere f\u00fcr sich, ihren Sohn Max und den Enkel Herbert. Herbert hatte sich nach dem Tod seiner Mutter ohnehin oft bei der Gro\u00dfmutter aufgehalten, drei H\u00e4user nebenan; sein Vater Julius musste ja sehen, wie er etwas verdienen konnte. Dennoch machte er immer wieder kleine Unternehmungen mit seinem Sohn. Warum Julius nicht mit ausreisen wollte, ist uns noch unklar.<\/p>\n Manche Mitsch\u00fcler d\u00fcrften sich noch an Herbert erinnern, auch wenn er nur 1\u00bd Jahre mit ihnen lernte und immer wieder vom Lehrer l\u00e4cherlich gemacht und geschlagen wurde. Einen Monat nach der Kristallnacht, in der beide Wohnungen demoliert und gepl\u00fcndert worden waren, reisten sie per Schiff 3. Klasse nach Amerika. Herbert hat seine Altersgenossen nie wieder gesehen<\/strong>. Nur Willy Messmer besuchte ihn 1987 einmal in Amerika.<\/p>\n Durch Tobias Rachor, einen Ahnenforscher, der in Mingolsheim lebt und bei unserer Initiative mitarbeitet, kamen wir vor kurzem mit Herberts Tochter in Kontakt. Sie berichtete ihrem Vater von unserem Vorhaben und erhielt die gezeigten Fotos von ihm. <\/p>\n Das dunkelste Kapitel im Zusammenleben gipfelte in der Deportation vor genau 75 Jahren. Aufgrund der Landflucht gab es 1933 nur noch 14 j\u00fcdische Einwohner in Mingolsheim, hinzu kamen acht in Langenbr\u00fccken. Mindestens 5 von ihnen starben in den n\u00e4chsten 4 Jahren, die meisten emigrierten. So lebten 1940 in Mingolsheim noch vier Personen, in Langenbr\u00fccken eine. Alle wurden deportiert und starben entweder im Lager in S\u00fcdfrankreich oder wurden in Auschwitz ermordet. Wir wissen genau, wo ihre H\u00e4user lagen<\/strong>. Dort, so unser Anliegen, sollen im Gehweg Stolpersteine verlegt werden, um namentlich an die fr\u00fcheren Mitb\u00fcrger zu erinnern.<\/p>\n Stolpersteine sind Teil eines europaweiten Prozesses der Erinnerung und Mahnung. Sie vergegenw\u00e4rtigen heute und zuk\u00fcnftig das gewaltsam beendete Zusammenleben mit einem Teil unserer Bev\u00f6lkerung. Zum anderen wissen viele der Nachfahren von dieser Aktion. Sie warten darauf, dass auch f\u00fcr Ihre Familienmitglieder solche Steine verlegt werden, und scheuen keine Anreise, um dabei zu sein<\/strong>. Es ist f\u00fcr sie eine M\u00f6glichkeit zur pers\u00f6nlichen Vers\u00f6hnung mit der Leidensgeschichte in ihrer Familie. Auch f\u00fcr die heute in diesen H\u00e4usern Lebenden ist das oft von gro\u00dfer Bedeutung, wie wir etwa in Bruchsal erlebt haben. Als wir f\u00fcr die BNN das Foto in der Leopoldstra\u00dfe aufnahmen, hat die Eigent\u00fcmerin \u00fcbrigens bereits signalisiert, dass sie zumindest keine Einw\u00e4nde hat. Auch von Seiten der Vertreter des heutigen Judentums gibt es in Baden keine Einw\u00e4nde. <\/p>\n F\u00fcr unsere Initiative ist es aber ein Anliegen, an die vertriebenen und ermordeten Mitb\u00fcrger nicht nur mit einer kleinen Messingtafel zu erinnern. Ein gutes Werkzeug daf\u00fcr ist unsere Homepage. Sie ist seit wenigen Wochen freigeschaltet und soll laufend erweitert werden. Sch\u00fclern wie Erwachsenen bietet sie eine einfache M\u00f6glichkeit, sich genauer \u00fcber diesen Aspekt der Ortsgeschichte zu informieren. Hoffentlich regt sie viele auch an, uns weiteres Material wie eigene oder Familienerinnerungen, Fotos, Briefe und Gegenst\u00e4nde zu \u00fcberlassen<\/strong>. Auch die Aufstellung von Informationstafeln im Zuge eines Konzepts f\u00fcr Ortsrundg\u00e4nge w\u00fcrden wir sehr begr\u00fc\u00dfen. W\u00fcnschenswert w\u00e4re, dass diese so gro\u00df sind, dass sie auch eine Reihe von Fotos enthalten. Vielleicht kann unsere Homepage \u00fcberhaupt einmal Teil des Internetauftritts von Bad Sch\u00f6nborn oder jedenfalls damit verlinkt werden.<\/p>\n Eine ganze Reihe von Personen hat schon dokumentiert, dass sie den Gedanken auch in Bad Sch\u00f6nborn Stolpersteine zu verlegen, unterst\u00fctzen. Wir sind sehr dankbar daf\u00fcr. In vielen Orten im Landkreis gibt es sie ja bereits; im Fr\u00fchjahr wird auch Odenheim folgen. Nicht wenige Unterst\u00fctzer haben ungefragt auch ihre finanziellen Beteiligung in Aussicht gestellt zu den Kosten von 120 \u20ac je St\u00fcck<\/strong>.<\/p>\n In Zukunft k\u00f6nnte in \u00e4hnlicher Weise an weitere Opfer der NS-Herrschaft erinnert werden, etwa Behinderte oder Sinti. Auch lebte eine gr\u00f6\u00dfere Zahl von in Mingolsheim und Langebr\u00fccken Geborene in anderen Orten und wurde von dort aus deportiert und ermordet. Gehwege sind ja Eigentum der Kommune. Darum bitten wir den Gemeinderat herzlich, der Verlegung von Stolpersteinen in Bad Sch\u00f6nborn zuzustimmen und sich das Anliegen zu eigen zu machen<\/strong>!<\/p>\n Bildquelle: Screenshot der gezeigten Folien (von Felix Harling erstellt)<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Hans-Georg Schmitz hat auf Einladung von B\u00fcrgermeister Klaus-Detlev Huge die Initiative „Stolpersteine Bad Sch\u00f6nborn“ vor Gemeinder\u00e4ten in Bad Sch\u00f6nborn vorgestellt. Ich danke Ihnen f\u00fcr die Einladung! Ich bin Hans-Georg Schmitz … Pr\u00e4sentation der Initiative f\u00fcr Gemeinder\u00e4te<\/span> weiterlesen
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